Ist ein Nahversorgungskonzept (Supermarkt) ein sinnvolles Unterfangen?

Die Etablierung einer Nahversorgung stellt eine sinnvolle Erweiterung der Angebotspalette in der Gemeinde dar. Im Sinne der Verständigung und des Zusammenwachsens der Ortsteile ist die zentrale Lage zwischen Unterglauheim und Blindheim prädestiniert für einen gemeinsamen Anlaufpunkt. Ebenso ist die Nähe zu den sozialen Einrichtungen ein weiteres Argument.

 

Ist ein Nahversorgungskonzept (Supermarkt) eine ruinöse Konkurrenz für den Dorfkern?

Der Dorfkern verarmt, wie in vielen Dörfern zusehends. Es wurde in den vergangenen Jahren versäumt selbst etablierte Läden (z.B. Metzger) zu erhalten. In Rücksprache mit einigen Betreibern, ist keine negative Konkurrenzwirkung zu erwarten, da es sich um Nischenbetriebe oder personenbezogene Anziehungspunkte handelt. Die Gemeinde hat es weiter versäumt, auch nach Hinweis, mit dem Erwerb bestimmter Liegenschaften (z.B. neben Rathaus) auf eine mögliche zukünftige, strukturelle Entwicklung hin zu arbeiten. Zudem belebt Konkurrenz das Geschäft. Das Nahversorgungskonzept stellt eine sinnvolle Ergänzung der vorhandenen Strukturen dar. Zudem ergeben sich hier ggf. auch zusätzliche Absatzmöglichkeiten. Überteuerte und marode Immobilien sind jedenfalls keine Alternative.

 

Gibt es widersprüchliche Aussagen zur Etablierung eines Nahversorgungskonzeptes?

In der Presse wurden Aussagen zur Förderung der Entwicklung der Dorfkerne gemacht (Ansiedlung von Geschäften), gleichzeitig aber das Ratsbegehren zur Ansiedlung eines Supermarktes sowohl abgelehnt als auch befürwortet. Dieser Widerspruch lässt sich nur schwer auflösen, denn an der grundsätzlichen Problematik der heraufbeschworenen ruinösen Konkurrenz ändert das nichts.

 

Gibt es wirklich keinen Investor mit einem konkreten Angebot?

Nach einer strikten Dementierung des Gemeinderates und des Bürgermeisters, dass es interessierte Investoren für einen Supermarkt gibt, wurde nun bestätigt, dass sich 3 mögliche Investoren beworben haben. Zwei haben ein konkretes Angebot eingereicht, der dritte Bewerber beabsichtigt nach dem positiven Bürgerentscheid ein Angebot abzugeben.

Unser oberstes Anliegen ist es Sie, die Bürgerinnen und Bürger dieser Gemeinde, zu informieren und Ihre Interessen zu stärken und umzusetzen.

 

Gibt es ausreichend Einwohner (Kunden) im Einzugsgebiet?

Das Einzugsgebiet Blindheim (1740 Einwohner) hat mit Schwenningen-Gremheim 3143 Einwohner, ggf. auch Kundschaft aus Schwennenbach und dem nördlichen Landkreis. Höchstädt hat rund 6800 Einwohner und 4 Supermärkte (z.Z. 3, Edeka ist ja abgebrannt, Ersatzbau ist geplant). Rein rechnerisch stehen je Markt 1700 Einwohner zur Verfügung, das entspricht der Einwohnerzahl von Blindheim.

Auch wir sehen einen möglichen B16-Aubau als zusätzliche Steigerung des Kundenkreises für solch ein Einkaufsmarktkonzept. Dies wäre mit einer Beschilderung und Reklame für „An der Bahn“ ein großer Gewinn. Höchstädt wird mit der B16-Umgehung den Durchgangsverkehr großteils verlieren.

Ein solches Konzept baut aufeinander auf und bringt eigenständig Kundschaft für alle Gewerbe.

 

Wann und wie rentiert sich ein Nahversorgungskonzept?

Auf die Rentabilität eines Nahversorgungskonzepts hat der Standort links oder rechts der B16 keine Auswirkungen. Das ist von anderen Faktoren wie Umfeld (Einwohner, Anbindung, etc.) abhängig. Treffen jetzt alle Faktoren positiv zusammen, so ändert sich das nicht durch den Ausbau der B16 oder eine zeitliche Verschiebung um 10 Jahre.

Für den erfolgreichen Betrieb eines Geschäfts bedarf es natürlich der Unterstützung in der Bevölkerung und den Willen zur Förderung. Wenn man aus Trotz oder Unwillen etwas boykottiert führt das jedes Unternehmen in Schwierigkeiten.

Im Übrigen sollte man die Möglichkeiten und Berechnungen den Investoren bzw. Betreibern also Fachleuten überlassen und nicht Spekulationen Vorschub leisten